KURSINHALT

 

Exekutive Funktionen bilden ein Kontrollsystem, welches vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn Handlungen und Gedanken besondere Aufmerksamkeit erfordern. Bei komplexen oder neuen Aufgaben ist die Kontrollinstanz in besonderem Masse gefordert. Über die exekutiven Funktionen wird die Aufmerksamkeit auf bestimmte Funktionsbereiche fokussiert, Handlungen werden vorbereitet, sequenziert, kontrolliert und allenfalls Anpassungen an die Situation vorgenommen. Die exekutiven Funktionen vereinen verschiedene Regulations- und Komplexitätsebenen sowie basale Prozesse, wie Hemmen, Initiieren und Erneuern von Informationen im Arbeitsgedächtnis. 

 

Wir erleben in unserem Berufsalltag Kinder und Jugendliche, welche in ihren exekutiven Funktionen eingeschränkt sind, sei es durch eine diagnostizierte ADHS, durch eine motorische oder andere Entwicklungsstörung. Sie zeigen Schwierigkeiten, sich im Alltag zu organisieren, verlieren den roten Faden einer Handlung, machen Flüchtigkeitsfehler, können die Aufmerksamkeit nicht auf Wesentliches fokussieren, denken und handeln impulsiv.

 

Im Kurs werden die Elemente der exekutiven Funktionen definiert, Erfassungsmöglichkeiten aufgezeigt und praxisbezogen Eltern-Kind-Gespräche eingeübt, um die Alltagsschwierigkeiten sorgfältig zu erfassen. nebst Spielen zur Förderung der exekutiven Funktionen werden geeignete Tätigkeiten und Formen der Vor- und Nachbereitung sowie therapeutische Interventionen in Ateliers beleuchtet, welche nachhaltig die Handlungsfähigkeit verbessern, die Selbständigkeit fördern und das Gehirn und seine Aktionen positiv beeinflussen.